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MELAG Medizintechnik oHG
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Historie

Nachkriegszeit in Berlin. Die Firma in der Alfred Gebauer und Kurt Thiede in leitender Funktion gearbeitet hatten, lag in Schutt und Asche. Alles war zerstört, eine Beschäftigungsmöglichkeit gab es für sie nicht. Für die Beiden ergab sich die Möglichkeit, in einem kleinen Fabrikationsbetrieb für Laborgeräte eine neue Anstellung zu finden. Doch als sich Anfang der Fünfzigerjahre der Ost-West-Konflikt verschärfte und da sich ihr Arbeitgeber im Ostsektor Berlins befand, beschlossen sie in West-Berlin, genauer im französischen Sektor, ein wie man heute sagt Start-up, zu gründen. So begannen die beiden Gründer Alfred Gebauer und Kurt Thiede mit zwei angestellten Mechanikern am 1. Mai 1951 den Betrieb der Firma Gebauer & Co. Die Gründer hatten die Idee, sich ausschließlich auf die Hygiene in der Arzt- und Zahnarztpraxis zu konzentrieren und diese Fokussierung hat die Firma MELAG Medizintechnik bis heute konsequent verfolgt. Sehen wir uns die bemerkenswerte Entwicklung dieses Familienunternehmens in den letzten 65 Jahren einmal an.

  • 1951
    MELAG Heißluftsterilisator Typ C1 im Jahr 1951

    Die ersten Heißluftsterilisatoren vom Typ C1 werden gefertigt.

    Die Fertigung der ersten Geräte war sehr schwierig, da es für eine so kleine Firma äußerst schwer war, Materialien für die Produktion zu beschaffen. So machten die beiden Gründer aus der Not eine Tugend und kauften Brotbüchsen aus Aluminium, die sie als Außengehäuse für die  Geräte verwendeten. Das Ergebnis waren die Heißluftsterilisatoren des Typ C1. Erstaunlicherweise konnten die ersten beiden Geräte gleich ins Ausland nach Honduras geliefert werden.

  • 1952
    Warenzeichen MELAG im Jahr 1952

    Das Warenzeichen MELAG wird angemeldet.

    Der Name MELAG setzt sich zusammen aus den drei Wörtern „MEdizin“, „LAbor“ und „Geräte“. Sehr schnell wird der Name MELAG bei vielen Kunden ein Begriff für Qualität, Innovation und Preiswürdigkeit.

  • 1953
    MELAG Produktion im Jahr 1953

    Ausweitung der Produktion: Gebauer & Co. beschäftigt bereits 10 Mitarbeiter.

    Das Heraufziehen des Kalten Krieges und die sich abzeichnende Teilung der Stadt Berlin machte es dem Unternehmen nicht leicht, den erforderlichen Wachstumskurs einzuschlagen. Aber durch kluge Ingenieurskunst verbunden mit einem konsequenten Fokus auf Qualität, gelang es Gebauer & Co. langsam aber sicher, sich im Markt der Heißluftsterilisatoren zu etablieren. Mit der Einstellung des zweiten Ingenieurs stellt Gebauer & Co. die Weichen für die Entwicklung neuer Geräte und damit des weiteren Wachstums. Die Qualität der Geräte setzt sich durch. International und national ist das junge Unternehmen bereits auf Erfolgskurs und feiert 1953 die Auslieferung des 5.000. Gerätes.

  • 1954
    Erster MELAG Dampf-Sterilisator / Autoklav im Jahr 1954

    Entwicklung und Vertrieb der ersten Dampf-Sterilisatoren (Autoklaven)

    Heute und damals waren Entwicklungen im Krankenhaus-Bereich Taktgeber für die Anforderungen auch im niedergelassenen Arzt- und Zahnarztbereich. Die Möglichkeit durch den Einsatz von Dampf-Sterilisatoren (Autoklaven) bei niedrigeren und damit materialverträglicheren Temperaturen Instrumente und  OP-Material aller Art sterilisieren zu können, fand zunehmend auch im niedergelassenen Bereich Interesse. Die Firmengründer Alfred Gebauer und Kurt Thiede haben dies früh erkannt und die Technologie der großen Krankenhaus-Autoklaven erstmalig  auch für sogenannte Klein-Autoklaven nutzbar gemacht. Mit dem Typ R entwickelten sie den ersten Klein-Autoklaven mit automatischer Entlüftung und meldeten ein erstes Autoklaven-Patent an.

  • 1961
    MELAG Stand auf Fachmesse im Jahr 1961

    Der Umsatz beträgt erstmalig mehr als eine Million DM.

    Nachdem die ersten MELAG Autoklaven aus Aluminium Kesseln bestanden, wurden die neuen Autoklaven vom Typ 152 und Typ 172 aus Messing gefertigt. Sie entwickelten sich wegen ihrer Zuverlässigkeit zu einem großen Herausforderer der damals auf dem Markt vertretenen Platzhirsche. Auch auf internationalen Märkten werden die Geräte zunehmend nachgefragt.

  • 1966
    MELAG Stand auf der Fachmesse Interhospital im Jahr 1966 in Stuttgart

    MELAG besteht nun 15 Jahre und liefert bereits in 24 Länder.

    MELAG steht weiterhin für Innovation, Leistungsfähigkeit und Robustheit nicht nur im Bereich der Dampf-Autoklaven. Auf der Interhospital 1966 in Stuttgart präsentieren Alfred Gebauer und Kurt Thiede dem deutschen und internationalen Markt erstmals Dampf-Autoklaven mit 19 Liter Kammervolumen.

  • 1971
    Dr. Steffen Gebauer und Christian Thiede im Jahr 1971

    Einstieg von Dr. Steffen Gebauer und Christian Thiede

    Nachdem die Söhne der beiden Gründer ihre Ausbildung abgeschlossen hatten und operative Erfahrung in anderen Firmen gesammelt hatten, treten sie in die Firma ein. Die Firma heißt jetzt MELAGAPPARATE GmbH und hat einen Umsatz von 2,5 Millionen DM.

  • 1973
    Gruppenbild bei Firmenübergabe an neue Geschäftsführer im Jahr 1973

    Dr. Steffen Gebauer und Christian Thiede werden zu Geschäftsführern ernannt.

    Mit der Ernennung von Dr. Steffen Gebauer (links) und Christian Thiede (rechts) zu Geschäftsführern wurde 1973 dem Wunsch der Gründerväter der Ausdruck verliehen, das Unternehmen als Familienunternehmen langfristig weiterzuführen.

  • 1982
    Dr. Steffen Gebauer und Alfred Gebauer auf MELAG Stand bei Fachmesse MEDICA im Jahr 1982

    Dr. Steffen Gebauer und Alfred Gebauer auf der MEDICA

    Dr. Steffen Gebauer gemeinsam mit seinem Vater auf der MEDICA 1982, die damals wie auch heute eine sehr wichtige Messe ist, um internationale Kontakte herzustellen und zu pflegen.

  • 1993
    MELAG Groß-Sterilisator für Krankenhäuser im Jahr 1993

    MELAG Qualität jetzt auch in Krankenhäusern.

    Die Kostensituation der Krankenhäuser führt zu einer Auslagerung von immer mehr chirurgischen Eingriffen in sogenannte ambulante OP-Zentren. Damit steigt die Nachfrage nach praxisgerechten Groß-Sterilisatoren (Kammervolumen 80-100 Liter) und MELAG stellt mit dem Typ 25 einen kompakten und leistungsfähigen Groß-Sterilisator nach EN 285 für diesen Bereich vor. Die innovative Bauweise mit einer patentierten Eigen-Dampferzeugung und automatischer Leitwertmessung sind nur einige Gründe für den großen Erfolg des Typ 25 in OP-Zentren und Krankenhäusern.

  • 1995
    Dr. Steffen Gebauer, Marlies Gebauer und Christian Thiede bei der Vorstellung des ersten MELAG Praxis-Autoklav mit fraktioniertem Vor-Vakuum im Jahr 1995

    Dr. Gebauer mit seiner Frau Marlies Gebauer und Christian Thiede bei der Vorstellung des ersten Praxis-Autoklaven mit fraktionierten Vor-Vakuum

    Mit dem hoch-innovativen Praxis-Autoklaven Vacuklav 31 bringt MELAG die Technologie der großen Krankenhaus-Sterilisatoren erstmalig in den Bereich der niedergelassenen Arzt- und Zahnarztpraxen und ermöglicht somit eine Gleichwertigkeit der Praxis-Sterilisation mit der Krankenhaus-Sterilisation. Der erstmalig in Serie gebaute Kleinsterilisator mit fraktionierten Vakuumverfahren kommt dabei ohne Kühlwasser aus und wurde nach den Grundsätzen der EN 13060 entwickelt. Die Ausstattung des Vacuklav 31 mit einem patentierten luftgekühlten Vakuumsystem, macht diesen Autoklaven zu einem besonders leistungsfähigen und zuverlässigen Gerät.

  • 2001
    Dr. Steffen Gebauer hinter Rednerpult zu 50. Geburtstag von MELAG im Jahr 2001

    2001 MELAG feiert den 50. Geburtstag!

    Was als Start-up Unternehmen im Jahr 1951 anfing ist im Jahr 2001 bereits ein weltweit führendes Unternehmen mit hoher Bedeutung in über 70 Export-Märkten. Von der anfänglichen Spezialisierung auf Heißluft-Sterilisatoren und später Dampf-Sterilisatoren (Autoklaven) über Wasser-Aufbereitungs-Anlagen, Siegelgeräte, Sterilisierverpackungen und Brutschränke bleibt MELAG der Spezialisierung auf Praxishygiene und Instrumenten-Aufbereitung treu und ist damit der einzige Hersteller mit dieser konsequenten weltweiten Ausrichtung. Mit zwei großen Veranstaltungen bedankt sich Dr. Steffen Gebauer auf der IDS und der MEDICA 2001 bei den treuen Kunden und guten Partnern der letzten Jahrzehnte.

  • 2007
    MELAG Firmenkomplex im Jahr 2007

    Die Fertigungskapazität wird durch Übernahme des Nachbargebäudes erweitert.

    Über 350.000 Geräte sind bereits weltweit ausgeliefert und die Anzahl der jährlich produzierten Geräte übersteigt die Zahl 10.000! Die dazu erforderliche zusätzliche Fertigungskapazität wird 2007 durch den Erwerb des Nachbargebäudes geschaffen. Auf über 20.000 m² entwickeln und produzieren mittlerweile über 200 Mitarbeiter MELAG-Geräte von höchster Qualität.

  • 2010
    MELAG Thermodesinfektor / RDG MELAtherm 10 im Jahr 2010

    Mit der Markteinführung des Thermodesinfektors (RDG)-MELAtherm erfolgt der nächste Schritt zum Systemanbieter.

    Nach fast 10 Jahren Entwicklungsarbeit von mehreren Entwicklungs-Teams zusammengesetzt aus 34 hochspezialisierten Ingenieuren und Informatikern startet im Jahr 2010 der Vertrieb des MELAtherm-Thermodesinfektors. Damit ist MELAG der erste weltweit führende Hersteller mit einer Systemlösung für Praxis-Autoklaven und Thermodesinfektoren, Wasser-Aufbereitungs-Anlagen, Siegelgeräten sowie der Software zur Dokumentation und Freigabe.

  • 2016
    MELAG Produktionsanlage im Jahr 2016

    In neuen Dimensionen, mit Blick auf die Zukunft

    Von den 350 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sind bereits 145 Ingenieure und Informatiker zuständig für die Verbesserung und Pflege bestehender Produkte wie auch für die Entwicklung neuer Verfahren und Produkte. Damit unterstreicht MELAG eindrucksvoll die Bedeutung von Qualität und Innovationen für die Zukunft. Produkte von Menschen für Menschen. Durch die Konzentration auf Produkte ausschließlich für die Infektionsprophylaxe und Praxishygiene ist es MELAG als Familienunternehmen weiterhin möglich, das gesamte Produkt-Portfolio auf international führendem Niveau ständig weiter zu verbessern und ausschließlich in Berlin, Deutschland zu entwickeln und zu fertigen. Denn für uns gilt heute und in Zukunft: competence in hygiene und quality - made in Germany